Festakt für die Ehrenamtlichen

28. Folge von "Neugierig in Neukieritzsch": Rührige Leute im Rampenlicht und buntes Programm

Es gehört zu den langjährigen Traditionen in Neukieritzsch, im Rahmen eines Festaktes besonders verdiente Bürger für ihren Einsatz zu ehren. Am Sonnabend, dem 7. November 2009, fand dazu die 28. Folge von "Neugierig in Neukieritzsch" statt. "Ohne ehrenamtliches Engagement geht gar nichts in einer Kommune", sagte Neukieritzschs Bürgermeister Henry Graichen. Das beginne mit den Gemeinderäten, gehe weiter über die Freiwillige Feuerwehr, und aus den örtlichen Vereinen seien die Ehrenamtlichen gleich gar nicht wegzudenken.
Alle zwei Jahre lädt der Bürgermeister als Schirmherr zu "Neugierig in Neukieritzsch", dem Festakt für die Ehrenamtlichen, ein. Für den angemessenen Rahmen war wieder ein Kulturprogramm auf die Beine gestellt worden. Daran beteiligten sich Neukieritzscher Vereine wie das Blasorchester des Musikvereins Neukieritzsch-Regis unter Leitung von Klaus Fischer, der Gemischte Chor Neukieritzsch, dirigiert von Viktor Vetter, und die Tanzmariechen des Neukieritzscher Karnevals-Clubs. Außerdem waren die Leipziger Folkloretanzgruppe "Mileta" sowie das Ensemble "T Voices", ebenfalls aus der Messestadt, engagiert worden. Durch den Abend führte in bewährter Weise MDR-Figaro-Sprecher Peter Zimmer, der die Veranstaltung bereits seit 2001 charmant und mit frechen Sprüchen moderiert.
Im Mittelpunkt standen aber nicht die hervorragenden Darbietungen, sondern vielmehr die auszuzeichnenden Ehrenamtlichen der Gemeinde samt ihrer Ortsteile. Sieben Frauen und Männer hatte das Vorbereitungskomitee in dem neben Graichen Vertreter verschiedener Vereine sind auf die Liste gesetzt. Als Erste wurde Karin Bischoff nach vorn gerufen. Wie alle anderen hatte sie keine Ahnung davon, dass sie in diesem Jahr zu den Geehrten gehört. Ihr Vereinschef Wolfgang Reinhardt hielt die kleine Laudatio für die Kassiererin der Kleingartenkolonie "Unter den Linden". Seit 1995 sei Karin Bischoff für die Gelder zuständig und "erledigt den Job sehr gut".
Der ehrenamtliche Ortschronist Detlef Bergholtz war der nächste. Seit vielen Jahren ist er bemüht, die Geschichte seines Heimatortes in Wort und Bild für die Nachwelt zu erhalten. Zahlreiche Projekte gehen auf seinen Einsatz zurück. "Ich bin stolz und freue mich sehr", sagte Bergholtz nach der Ehrung. Er fühle sich jetzt angekommen in der Reihe verdienter Bürger Neukieritzschs.
Dazu zählt auch Jonny Zötzsche. Auf sein Konto gehe die Erhaltung des Kirchgebäudes in Kieritzsch, sagte Pfarrer Thomas Krieger. Als es abgebaggert werden sollte, kämpfte Jonny Zötzsche für seinen Erhalt und später gegen den Verfall durch den Zahn der Zeit.
Eine Auszeichnung für ihren unermüdlichen Einsatz erhielt auch Christine Garthof. Seit 35 Jahren ist sie so etwas wie die gute Seele von Neukieritzsch. Unter dem Dach der Volkssolidarität betreut sie Senioren und Hilfsbedürftige in ihrem Ort.
Aus den Reihen der Sportvereine wurden Willy Roßbach und Günter Staudemeier gewürdigt. Erstgenannter ist Fußballtrainer beim TSV 1863 Lobstädt e.V. und "jemand, den man immer anrufen kann, wenn etwas ist", so Graichen. Ähnliches gelte auch für Staudemeier, Tennistrainer bei den Sportfreunden Neukieritzsch 1921 e.V.
Mehr als verdient hat auch Friedheim Eißner eine Auszeichnung für ehrenamtliche Tätigkeit. Seit 1955 ist er Ortswehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr in Großzössen.

Artikel in der Leipziger Volkszeitung vom 09.11.2009 (leicht geändert)

Nachwuchsgruppe des Musikvereins Neukieritzsch-Regis
 
Ehrung von Detlef Bergholtz (l.) als verdienter Bürger des OrtesFolkloretanzgruppe "Mileta"
 
Gesangsensemble "T Voices"
 
Finale der Veranstaltung mit einem Dankeschön an Mitwirkende und Helfer
 
Fotos: Uwe Seibt

Letzte Aktualisierung am 17.11.2009. Zurück
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